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Interview im LausitzEcho

31.01.2012 // Kommentar verfassen

Hoyerswerda. Nach der erfolgreichen Halbserie und dem Achtelpokalspiel mit dem 3:1 Sieg vor Weihnachten kam Tony Jantschke zum Heimaturlaub nach Hoyerswerda zu seinen Eltern, bevor es wieder zurück nach Mönchengladbach geht, wenn am 3. Januar das Training für die Rückrunde beginnt. Wir sprachen mit Tony Jantschke.

Was sagt Tony Jantschke zu der erfolgreichen Saison bisher nachdem in der letzten Saison regelrecht um den Klassenerhalt gerungen wurde?
Ja, in der Hinrunde ist es ja gut gelaufen in der der diesjährigen Saison. Bei 17 Spielen der laufenden Saison konnten wir 10 gewinnen, 3 Unentschieden und haben 4 verloren. Am 18.12.2011 beim Spiel zu Hause gegen den 1. FSV Mainz 05 siegten wir 1:0 und können uns auf Platz 4 in der Winterpause mit einem Torverhältnis von 25:11 Toren und 33 Punkten erholen.

Welche Ursachen gibt es für den Erfolg?
Nach dem Klassenerhalt und der Relegation haben wir uns im Team mit unseren Trainer zusammengesetzt, miteinander gerungen und uns zusammen gerauft. Das Tollste, wir sind als Team, als Mannschaft komplett zusammen geblieben. Das war auch die Grundvoraussetzung für die Umsetzung aller Vorhaben in der laufenden Saison. Aus den Beratungen haben wir den Elan und Schwung mit in die Saison genommen und dann ist es wirklich positiv gelaufen, weil das Team super zusammen gehalten hat und die Aufgaben anging.

Also kann man sagen, ihr habt Euch im Team zusammen gerauft und bildet ein geschlossene Einheit.
Ja, das kann man durchaus so sagen. Denn wer einmal Relegationsspiele erlebt hat, weiß was das für eine Belastung für jeden Einzelnen ist. Wir wollen das auf keinen Fall mehr erleben. Unser Ziel war es eine sichere Saison zu spielen. Das es bisher so gut gelaufen ist, das ist natürlich Klasse und hat keiner so zu hoffen gewagt. Wir lösen die vor uns stehenden Aufgaben von Spiel zu Spiel und werden das sicherlich mit den Taktikvorgaben unseres Trainerx weiter so tun.

Vor Weihnachten haben die Mönchengladbacher das Achtelpokalspiel gegen Schalke 3:1 gewonnen und spielen jetzt am 8.2.2012 um 19:00 Uhr bei Hertha BSC im Viertelfinale. Beinahe hättest Du ja noch den Anschlussgegentreffer in der Abwehr verhindern können, wäre er nicht einen Schritt zu langsam gewesen. Hat dich das geärgert, dass du es in dieser Situation nicht geschafft hast?

Ich dachte der Torman kriegt den Ball, war nur einen Bruchteil einer Sekunde nicht aufmerksam genug. Das hat mich dann im Nachhinein schon geärgert, den Schuss nicht verhindert zu haben. Gemeinsam haben wir das auch besprochen. Es war ärgerlich, aber ich hatte Bruchteil von Sekunden nicht aufgepasst und war eben einen Schritt zu spät.

Hast du Dir den Stammplatz in der Mannschaft sicher erkämpft?
Ich gehöre zum Stammkader der Mannschaft. Ja, ich war ja in der Rückrunde der Vorsaison schon oft eingesetzt. In der Hinrunde der diesjährigen Saison war ich bei jedem Spiel. Bei 15 Spielen spielte ich 90 Minuten und wurde nur bei 2 Spielen einmal in der 80. und einmal in der 85. Minute ausgewechselt. Ich denke, man kann schon sagen, dass ich zum Stammkader gehöre. Aber mit dem Stammkader ist das schon so eine Sache in der Bundesliga. Denn da laufen die Uhren schon ein wenig anders. Von Spiel zu Spiel muss man 100 % Einsatz bringen und beweisen, dass man zurecht im Team ist. Sonst kann es schon passieren, dass man nicht in der Aufstellung ist. Nach einer schlechten Phase von 1-2 Spielen kann es schon passieren, dass man für ein halbes Jahr erst einmal draußen ist. Also bin ich da sehr vorsichtig mit dem Begriff Stammspieler in der Bundesliga. Denn den muss man sich ständig aufs Neue erarbeiten.

Du hast jetzt den Vertag mit Mönchengladbach verlängert. Wirst Du auch einmal in Ostdeutschland spielen?
Ich fühle mich durchaus wohl in Mönchengladbach und werde auf längere Zeit hier bleiben. Bei Borussia Mönchengladbach sind wir ein eingeschweißtes Team. Aber nichts ist unmöglich. Auf alle Fälle fühle ich mich vor allen Dingen auch Heimatverbunden und kenne meine Wurzeln. Ich wurde in Hoyerswerda vor 21 Jahren geboren, erlernte bei Torsten Tschierske und Robert Bilinski beim Hoyerswerdaer SV Èinheit die Grundbegriffe des Fußball ABC, die ich dann beim FV Dresden Nord verfeinerte bevor ich im Juli 2006 zu Borussia Mönchengladbach kam. Hier in Mönchengladbach da fühle ich mich geborgen, da ist jetzt meine sportliche Heimat in einem ganz tollen Team.

Was machst Du jetzt in Hoyerswerda?
Erst einmal richtig ausspannen mit der Familie und Freunden. Es geht in erste Linie um abschalten und um Erholung in diesen Tagen hier in Hoyerswerda. Am 3. Januar geht es mit dem Training weiter zur Vorbereitung in Mönchengladbach auf die Rückrunde und das Viertelpokalspiel am 8. Februar bei Hertha BSC.

Was hast Du im neuen Jahr 2012 vor?
Schön für mich wäre, wenn wir als Team den eingeschlagenen Weg so bestätigen könnten. Aber im Moment wage ich da noch keine großen Prognosen. Aber ich denke schon, wir werden uns als Team der gesamten Mannschaft Ziele setzen die zu verwirklichen sind.

Wirst du im nächsten Jahr auch hier in der Region in der Sommerpause wirksam werden?
Ja ich denke schon, wenn wieder ein Nachwuchstrainingslager organisiert wird. Die Planungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen. Aber ich denke, es wird wieder mit Nachwuchsfußballern in der Region eine Aktion im neuen Jahr gestartet werden. Da bin ich dann natürlich wieder dabei und helfe.

W. Müller

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